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Venedig Krichen

Die schönsten Kirchen Venedigs aufgeteilt nach Sestieri, von der Basilika San Marco bis zur Chiesa della Salute...


Sestiere von Santa Croce


Kirche von San Simeon Piccolo

Diese majestätische Kirche befindet sich genau gegenüber dem Bahnhof von Santa Lucia. Die Kirche von San Simeon Piccolo wurde Anfang 1700 gebaut, mit dem Zweck das Phanteon von Rom nachzuahmen, von dem sie die große, grüne Kuppel über der Statue von San Salvatore sich hat inspirieren lassen. Schon seit langer Zeit ist die Kirche ein Auditorium für Konzerte.


Kirche von San Stae

Vom Dogen Alvise Mocenigo um 1709 erbaut, ist die Kirche von San Stae mit einer reich verzierten Marmorfassade versehen, während drinnen zahlreiche Gemäldekunstwerke ausgestellt sind. Die Schöpfer der herrlichen Verzierungen waren die Bildhauer Tarsia, Torretto, Baratta und Groppelli. Der Projektant und Bauherr der Innenarchitektur war der Architekt Giovanni Grassi. Der Grundriss besteht aus einem Mittelschiff mit Gewölbe und drei Kapellen auf jeder Seite.


Sestiere San Polo


Kirche von San Giacometto

Der Volksmund behauptet, dass die Kirche von San Giacometto die älteste Kirche Venedigs ist, und dass sie Dank des kirchlichen Glaubens und der Begabung eines kretischen Zimmermeisters im V Jahrhundert ca., als die Inseln Venedigs die ersten Flüchtlinge aufnahm, erbaut worden ist. Die Kirche ist sehr klein aber sehr nett und eindrucksvoll. Die Fassade trägt eine große Uhr vom Jahre 1410.

Kirche von Santa Maria dei Frari

Die große gotische Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari ist eine der imponentesten Kirchen Venedigs. Von Mönchen des Franziskanerordens gebaut, Frari genannt, Dank einer Schenkung des Dogen Jacopo Tiepolo. Die erste Version der Kirche wurde 1338 beendet und war ziemlich kleiner. Folgende Schenkungen von wichtigen venezianischen Familien ermöglichten es die Kirche zu verschönern und zu vergrößern, die aber Anfang des XV Jahrhunderts demoliert wurde um eine neue Basilika zu errichten. Diese wurde mit weißen Marmor verzierten Ziegelsteinen errichtet.

Die strenge und stattliche Fassade in spätgotischen Stil ist durch Pfeilern mit venezianisch-byzantinischen Kapitellen dreigeteilt. Die Innenarchitektur ist gleichwohl stattlich: der Grundriss in Form eines römischen Kreuzes, das Mittelschiff und Seitenschiffe mit zwölf massiven Säulen. In der Kirche befinden sich zahlreiche Kunstwerke von Tiziano, Palma il Giovane und Piazzetta. Das alte Kloster und das Oratorium beherbergen das Gemeindearchiv: ca. 15 Millionen Bücher in denen die Geschichte der Serenissima, der venezianischen Republik, dokumentiert ist.

Dorsoduro


Basilica della Salute

Während der fürchterlichen Pestilenzplage in Venedig, verkündete am 22 Oktober 1630 der Doge Nicolò Contarini, dass er eine Kirche mit den Namen Gesundheit (della Salute) errichten werde um somit ein Gelübte abzulegen um dass die Pest ein Ende habe. Ein Jahr später, 1631, endete die Pest und 1687 wurde die Basilica della Salute eingeweiht.

Von den elf präsentierten Modellen wurde das von Baldassare Longhena gewählt. Der Meister schenkte der Hauptfassade großartige Ausmaße die das Palladium erinnern. In der Mitte befindet sich ein herrliches Tor. Um die Fassade noch großartiger zu gestalten, wird sie von einer Reihe von Stufen gestützt. Die Innenarchitektur ist mit ihrer schlichten Mächtigkeit der Volumen unglaublich beeindruckend. Sie besteht aus einem zentralen Körper auf einem achteckigen Grundriss auf dessen Seiten, acht durch Säulen getrennte Bögen stehen. Eine reiche Sammlung von Kunstwerken im Innern: Pfingsten, St. Rocco und St. Sebastiano, David und Goliath und Kain und Abel von Tiziano; die Hochzeit zu Kanaan von Tintoretto und Jonas und Samson von Palma il Giovane (der junge).


Sestiere Castello


Kirche Santa Maria Formosa

Die Kirche Santa Maria Formosa ist eine der acht Kirchen die von San Magno, Bischof von Oderzo, im VII Jahrhundert erbaut worden ist. Die Legende erzählt, dass ihm die Madonna als eine üppige Frau erschienen ist und, eben, als "Formosa" (üppig). Die Kirche wurde öfter während der Jahrhunderte rekonstruiert: 1668 wurde sie in Folge einer Zerstörung des Erdbebens wiederaufgebaut und, nach mehreren Restaurierungen endgültig zwischen 1916 und 1921 mit Gelder der Regierung und von Graf Venier renoviert.

Der barocke Kirchturm wurde 1668 nach Entwurf von Francesco Zucconi erbaut. Eine der Hauptfassaden, gegenüber dem Kanal, wurde mit Geldmitteln der Familie Cappello erbaut, zur Ehrung des Kapitäns Vincenzo Cappello, der die Türken schlug. Die Innenarchitektur ist von Mauro Coducci. Der Grundriss in Form eines römischen Kreuzes gründet auf einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes, ein Hauptschiff und Seitenschiffe, Chor, Querschiffe mit überkreuzten Bögen und hemisphärischer Kuppel. Intern, herrliche Gemälde von Bartolomeo Vivarini, Palma il Giovane und Palma il Vecchio.

Kirche von SS. Giovanni e Paolo

Die Kirche von SS. Giovanni e Paolo (Johannes und Paulus) ist den zwei römischen Brüdern gewidmet die in Rom im II Jahrhundert gemartert wurden. 1234 begann der Bau der Kirche vom Dominikanerorden und endete fast zwei Jahrhunderte später. Diese stattliche Kirche ist ein großartiges Beispiel gotischer Kirchenarchitektur mit einer dreigeteilten Fassade, einer zentralen Fensterrose und zwei rundliche, seitliche Öffnungen. Die untere Seite der Fassade ist von einer Reihe gotischer Bögen und vier Sarkophagen geschmückt. Auf der rechten Seite die zwei Sarkophagen von Marco Michiel und Daniele Marco Bon, auf der linken Seite die vom Dogen Jacopo Tiepolo und seinem Sohn Lorenzo. Der Grundriss in Form eines römischen Kreuzes und reich an Grabmonumenten von Dogen und anderen wichtigen Persönlichkeiten und Kunstwerke von Lombardo, Piazzetta und viele andere Künstler der Schule von Bellini.

Kirche von San Francesco della Vigna

Die Tradition will, dass der Name dieser netten Kirche von dem Weinreben die der Sohn vom Dogen Pietro, Marco Ziani, den Minoriten 1253 geschenkt hat. Diese Reben wurden der Mittelpunkt eines Klosters. 1534 wurde daraus eine Kirche, auf Entwurf von Sansovino der dann auch die Bauarbeiten überwachte. Die Fassade wurde auf Entwurf von Andrea Palladio erst später erbaut (1568 - 1577). In den Nischen, zwei Bronzestatuen von Tiziano Aspetti: links die Statue von Moses und rechts die Statue von Paulus. Die Innengestaltung in Form eines römischen Kreuzes mit Hauptschiff, Seitenkappellen, ein Hauptaltar und ein sehr tiefer Chor. Gemälde von Palma il Giovane (Jungfrau Maria mit dem Jesuskind und die Anbetung der glorreichen Jungfrau).

Kirche von San Giorgio Dei Greci

Der Bau der Kirche von San Giorgio Dei Greci begann 1539 gleich nach der Erlaubnis an die Griechen, eine eigene Schule zu bauen und eine Kirche zu gründen. Der Bau der Kirche von San Giorgio Dei Greci wurde von Chianantonio beendet und im Jahre 1561 eingeweiht. Die Innenausstattung ist sehr prunkvoll: bemerkenswert die hemisphärische Kuppel mit im Zentrum ein Fresko von G. von Cipro.

Kirche der Pietà (Pietätskirche)

Die Kirche wurde im XV Jahrhundert nach dem Projekt von Giorgio Massari gebaut und 1760 eingeweiht. Das Gebäude ist eines der elegantesten und schönsten des XVIII Jahrhunderts. An der Decke über dem Haupteingang sieht man ein herrliches Fresko vom Tiepolo: la Fortitudine e Pace (Geistesstärke und Friede), eines seiner schönsten Kunstwerke. Die Chordecke ist mit beträchtlichen Fresken, die zusammen den "Triumph des Glaubens" darstellt, verziert: eines der gelungensten Werke Tiepolos, in der Darstellung des Paradieses.


Sestiere San Marco


Basilika San Marco

Diese herrliche Kirche wurde im Jahre 829 erbaut, um die Reliquien von San Marco, Schutzpatron von Venedig, aufzubewahren. Sie wurde 1024 eingeweiht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche öfter restauriert und verschönert. Sie ist ohne Zweifel die prächtigste Kirche der Stadt. Die Hauptfassade ist mit ihren fünf gewölbten Toren wirklich einzigartig, eine längliche Terrasse auf der sich vier Bronzepferde hervorheben - ein Beuteobjekt aus dem IV Kreuzzug gegen die Ungläubigen - und die byzantinischen Flachreliefs. Die bemerkenswerte geometrische Zeichnung des Bodens aus Marmor, bis hin zu den prunkvollen Mosaiken die auf den Seitenwänden die das Neue Testament darstellen, widerspiegeln die externe Pacht.

Der San Marco-Turm

Der San Marco-Turm wurde ca. im IX Jahrhundert erbaut und anfänglich war er als Aussichtsturm und Leuchtturm gedacht. Im Jahre 1100 wurde er erneuert und zum Schluss, im XVI Jahrhundert, wurde er unter der Leitung vom Architekten Bon fertiggestellt. Dabei bekam er einen Renaissancestil, behielt aber die originelle Struktur bei. 1902 erlitt der Turm einen katastrophalen Einsturz, der glücklicherweise keine tragischen Konsequenzen zur Folge hatte. Die Stadt Venedig entschloss sich ihn wieder aufzubauen, genau dort wo er vorher stand und auch wie er vorher aussah. Nach nur 10 Jahren stand der Turm wieder, eine genaue Kopie des vorhergehenden: quadratischer Grundriss, aus Backstein mit 12 Metern Breite und 98,6 Metern Höhe, auf der Spitze ein geschlossener attikaförmiger Raum mit einer pyramidenförmigen Spitze, ein Glockenturm auf dem ein zwei Meter hoher, goldener Engel glänzt.

Der Turm hat Jahrhunderte lang eine wichtige Rolle im politischen und sozialen Leben der Stadt gespielt. Die Glocken läuteten um die Venezianer über die wichtigsten Vorkommnisse in Venedig zu informieren. Am Fuße des Kirchturms platzierten sich sehr besuchte Weinausschanke die, um immer im Schatten des Turmes stehen zu können, sich dauernd verstellen mussten. Deswegen bezeichnet man in Venedig ein Glas Wein als "ombra", Schatten.


Sestiere Cannaregio


Kirche von Santa Maria dei Miracoli

Zwischen zwei antiken Palästen, fast versteckt, befindet sich die Kirche Santa Maria dei Miracoli. Sie wurde zwischen 1481 und 1489 vom Lombarden erbaut um die Abbildung der Jungfrau Maria zwischen zwei Heiligen zu beschützen. Diese Abbildung war vorher im Tabernakel von Angelo Amadi aufbewahrt, der in einem Hof in der Nähe wohnte. Dieser Ort wurde oft besucht und beschenkt.

Die Fassade der Kirche ist vollständig mit wertvollen Marmorteilen bestückt die aus Restteilen der Basilica von San Marco stammen, wie die Tradition es verlangt. Die Innenarchitektur präsentiert sich in hellrosa, silber, grau und weiß und man kann auf originelle Flachreliefs, Sirenen, die Gottheit Triton, kleine Tiere, Blumen und andere Abbildungen, bewundern. Die Abbildung der Jungfrau Maria zwischen zwei Heiligen ist über dem Altar angebracht.

Kirche der S.S. Apostoli (der heiligen Apostel)

Im netten Campo der Heiligen Apostel steht die antike Kirche der Heiligen Apostel, dessen Bau auf das IX Jahrhundert zurückgeht. Der aktuelle Bau ist aber das Resultat der Restaurierungen des XVIII Jahrhunderts. Man erzählt das der Ort, auf dem die Kirche steht, der erste Siedlungsplatz der Flüchtlinge, die vom Festland kamen im späteren Venedig ist. In der Kirche sind herrliche Fresken aufbewahrt: die Kommunion von Santa Lucia vom Tiepolo und das riesige Paneel von Francesco Canal auf der Decke, das die Kommunion der Apostel abbildet, die Eucharistie und vier Seitenovale die die Evangelisten darstellen.

Chiesa dei Gesuiti (Jesuitenkirche)

Die Fassade der Kirche ist ein herrliches Beispiel barocker Kunst aus den Anfängen des XVIII Jahrhunderts. Der Grundriss in Form eines römischen Kreuzes. Über den Säulen, in den Nischen, befinden sich Skulpturen der zwölf Apostel die von verschiedenen Künstlern zwischen den XVII und XVIII Jahrhundert erstellt worden sind. Die Fresken sind von Palma il Giovane, Tiziano und Sansovino. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde das Kloster zuerst als öffentliche Schule verwendet. 1814 wurde sie den Jesuiten zurückgegeben.

Kirche der Madonna dell'Orto (Madonna des Gartens)

Diese Kirche wurde Mitte des XV Jahrhunderts vom Mönch Tiberio von Parma gebaut. Der Name der Kirche stammt von einem Abbild der Jungfrau, das in einem nahe gelegenen Garten gefunden worden ist. Der Bau der Kirche hat ca. ein Jahrhundert gedauert, aber das Resultat war außergewöhnlich. Die Fassade ist ein wertvolles Beispiel gotischer, venezianischer Baukunst des XV Jahrhunderts. Die Reihe der Nischen in denen sich die Statuen der Apostel befinden, waren anfänglich Galerien längs der Flanken des Gebäudes. Intern das Schiff ohne Querschiff und Seitenschiffe mit Kapellen die von zwei Reihen griechischer Marmorsäulen getrennt sind. Die Abbildung der Jungfrau mit dem Kinde die der Kirche dem Namen gibt, befindet sich neben der San Mauro-Kapelle und ist ein Kunstwerk des XIV Jahrhunderts aus Weichstein. Es befinden sich in der Kirche auch Fresken von Palma il Giovane, Ponzone und Tintoretto.

Autoren: NOZIO




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